Abgebrochen – Hazzard, Shirley: Transit der Venus

Shirley Hazzard – Transit der Venus

Klappentext:

Die ungleichen Waisen Caro und Grace Bell verlassen Australien, um im England nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Leben beginnen. Sie treffen dort auf die Männer, mit denen sich ihre Leben in den folgenden drei Jahrzehnten durch alle politischen Verwerfungen und über die Kontinente hinweg verweben. Astronom Ted Tice umwirbt die selbstbewusste Caro, die einem manipulativen Theaterschriftsteller verfällt. Ihre sanfte Schwester Grace hofft auf Erfüllung in einer scheinbar glücklichen Ehe mit einem Karrierediplomaten. In präzisen und zugleich lyrischen Sätzen entwirft Shirley Hazzard eine Welt, die von unaufhaltsamen Gesetzen bestimmt ist wie die majestätischen Umlaufbahnen der Planeten – und deren Figuren in ihrer Klarheit und Unbeugsamkeit an die klassische Tragödie erinnern.

Meinung:

Transit der Venus klang nach einem Buch, ganz nach meinen Vorlieben. Ein spannendes Setting, eine geheimnisvolle Inhaltsangabe. Liebe, Leid, Entwicklungen, historische Hintergründe aus einer noch nicht allzu fernen Vergangenheit und ein Cover, das mir einfach gut gefällt.

Die Geschichte setzt in England an, wo die Schwestern Caro und Grace den Wissenschaftler Ted Tice kennen lernen. Grace ist bereits verlobt, so dass Ted um die Gunst von Caro wirbt. Es folgen Rückblicke in die Vergangenheit und nach und nach erfährt man mehr über die Figuren.

Was so interessant in der Beschreibung klingt, hat sich beim Lesen als äußerst zäh entpuppt. Oft verlor ich beim Lesen den Faden, konnte der Erzählung nicht folgen, las Absätze mehrmals und hatte doch das Gefühl, nur die Hälfte von dem Verstanden zu haben, was die Autorin mir mitteilen möchte. Weitschweifig und blumig erzählt, fordert Shirley Hazzard hier alles von ihren Lesern ab und verleidete mir immer mehr den Spaß an der Geschichte.

Zu ihren Figuren fand ich kaum Zugang, ihr Schicksal interessierte mich immer weniger und das Buch konnte mich einfach nicht abholen. Vielleicht bin ich die falsche Zielgruppe für ihre Erzählweise und ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Leser gibt, die dieses Buch begeistern wird. Mich hat es eher ermüdet.

 

Fazit:

Transit der Venus – es war einfach nicht mein Buch. Zu weitschweifig und blumig erzählt, zu anstrengend zu lesen, das hat den Lesespaß komplett ausgebremst und dafür gesorgt, dass ich das Buch abgebrochen habe. Denn der fehlende Zugang zu den Figuren hat nicht wirklich dafür gesorgt, dass ich mich für den Ausgang und die Schicksale der verwickelten Charaktere interessiert habe. Schade, vielleicht war ich dann doch die falsche Zielperson für dieses Buch.

 

Preis

Gebunden: 26,00 Euro

 

Verlag: Ullstein
ISBN: 9783550081880
Seitenzahl: 560
Übersetzer: Yasemin Dincer

Vielen Dank an die Ullstein Buchverlage für das Rezensionsexemplar.

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