Abott, James: Höllenkönig

Rezension James Abott – Höllenkönig

Klappentext:

Am Gipfel eines verschneiten Berges gelegen, inmitten einer todbringenden Einöde, liegt die Höllenfeste – ein unmenschliches Gefängnis, in dem die schlimmsten Verbrecher der Welt in lebenslanger Haft eingekerkert sind. Doch es sind nicht die Wachen, die die Macht über das Gefängnis in den Händen halten. Es ist der geheimnisvolle Höllenkönig, der die rivalisierenden Häftlinge kontrolliert. Was niemand weiß: Höllenkönig Xavier ist der einzige Verbrecher, der sich freiwillig in Ketten legen ließ. Welches entsetzliche Geheimnis hütet er – und was steht in der geheimen Botschaft, die den Höllenkönig plötzlich seine Ketten sprengen lässt?

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Meinung:

Kennt ihr noch den Film „The Fortress“? In diesem Film versuchte seinerzeit Christopher Lambert einem Hochsicherheitsgefängnis zu entkommen und auch seine schwangere Frau zu befreien. Und der Klappentext von Höllenkönig hat mich im ersten Moment stark an diesen Film erinnert.

Mit dem Film selber hat das Buch aber wenig zu tun. Denn in diesem Buch ist das Setting nicht futuristisch, sondern eher mittelalterlich und somit klassisch in der High-Fantasy angeordnet. In der Höllenfeste residiert der Höllenkönig, Xavir Argentum, um dort für seine Sünden zu büßen. Doch das Land braucht seine Hilfe und so macht sich der Meisterspion Landrill auf, Xavir zurückzuholen.

Die Flucht aus der Höllenfeste hatte ich mir ehrlich gesagt etwas spektakulärer und umfangreicher vorgestellt. Doch die Flucht macht tatsächlich nur einen kleineren Teil der Geschichte aus, denn es gilt hier im Buch, ein Königreich zu retten. Dabei wird viel gekämpft, viel gestorben und viel hingerichtet. Zwischenzeitlich arten die Szenen in regelrechte Blutbäder ab, die meinen persönlichen Geschmack nicht wirklich treffen konnten.

Auch mit der Vielzahl an Figuren habe ich mich schwer getan, denn es fehlt ihnen an Tiefe, an Gefühlen und öfters auch an Hintergründen. Manche Handlungsentwicklungen empfand ich auch als recht vorhersehbar und hätte diese wahrscheinlich nicht also plump empfunden, hätten die Charaktere mehr Substanz. Insgesamt wird hier auch viel gereist und der Wechsel der Orte erfolgte oft recht schnell. Hier hätte eine Karte manchmal hilfreich sein können.

Höllenkönig ist eingängig und flüssig erzählt, lässt aber an vielen Stellen etwas Raffinesse vermissen. So sorgt die Geschichte zwar durchaus für Kurzweil, kann aber nicht mit Werken wie von Tad William, Brandon Sanderson oder Patrick Rothfuss mithalten.

 

Fazit:

Von Höllenkönig hatte ich mir ein wenig mehr versprochen. Leider bleibt die Geschichte zu flach und weist zu wenig Tiefe bei seinen Charakteren auf, um nachhaltig zu beeindrucken. Zwar ist die Geschichte durchaus kurzweilig erzählt, an andere Fantasy-Werke kommt das Buch aber leider nicht heran. Schade, denn der Ansatz der Geschichte klang wirklich vielversprechend.

Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.

 

Werbedaten

Preis
Klappenbroschur: 16,00 Euro

Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7645-3199-7
Seitenzahl: 608
Übersetzer: Ole Johan Christiansen

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

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