Cornwell, Bernard: Narren und Sterbliche (Hörbuch)

Rezension Bernard Cornwell – Narren und Sterbliche

Klappentext:

Der Winter 1595 ist kalt, das merkt auch die Theatergruppe um William Shakespeare. Halbseidenes Gesindel sind diese Schauspieler, immer verfolgt von Obrigkeit und Geistlichkeit. Aber die Königin liebt die Bühne. Zur Hochzeit einer hohen Adeligen soll das Ensemble eine neue Komödie auf die Bühne bringen: ‘Der Sommernachtstraum’. Auch Shakespeares jünger Bruder Richard spielt mit, dabei sind sich die beiden gar nicht grün. Dann geschieht eine Katastrophe: Eine rivalisierende Gruppe lässt das Stück stehlen. Aber Richard weiß, wie die Premiere zu retten ist: Er wird das Stück zurückstehlen und damit William dazu bringen, ihn endlich zu akzeptieren und ihm eine männliche Rolle zu geben und dann fehlt ihm zum Glück nur die Hand der schönen Sylvia… Ein ungeheuer spannender und farbiger historischer Roman über Eifersucht, Verrat, Liebe und die Kunst, wie ihn nur Bernard Cornwell schreiben kann.

Meinung:

Historische Romane ziehen mich mittlerweile seltener in den Bann, als noch in meiner Jugend. Trotzdem kommt es ab und an vor, dass es doch mal ein Roman schafft, meine Aufmerksamkeit zu wecken.

Diesmal schaffte es Narren und Sterbliche von Bernard Cornwell. Der Autor ist vielen Fans des Genres bestimmt ein Begriff und auch mir war der Name nicht unbekannt, trotzdem war es mein erstes Buch des Autors, der sich für sein neues Werk ins elisabethanische England begibt und seine Geschichte rund um den wohl berühmtesten Schriftsteller Englands spinnt: William Shakespeare. Dieser ist zwar eher eine Nebenfigur in diesem Werk, denn die Story dreht sich um Williams Bruder Richard, trotzdem ist er Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Es geht um die Uraufführung des Sommernachttraums und den Diebstahl ebenjenes Stückes.

Sprachlich kommt die Geschichte keineswegs altbacken daher, sondern sehr modern und beschwingt. Nur in Momenten, wo aus den echten Shakespearestücken geprobt und gespielt wird trifft man auf den bekannten shakespeareschen Erzählrhythmus. Der Erzähler Frank Stieren macht seinen Job hier ausgesprochen gut und findet zu jeder Lebenslage die passende Tonlage.

Und so entpuppt sich Narren und Sterbliche als wirklich unterhaltsame Geschichte, die bekanntes mit unbekannten zu vereinen weiß, spannend inszeniert wurde und einen stellenweise sogar sehr humorvollen Blick in das Leben eines elisabethanischen Schauspielers gewährt und das Leben im 16. Jahrhundert.

 

Fazit:

Narren und Sterbliche ist trotz historischem Hintergrund weder angestaubt noch langweilig, sondern entpuppt sich als sehr humorvoll, spannend und fesselnd. Die schöne Vertonung sorgt für einen sehr angenehmen Hörgenuss und kurzweilige Hörstunden.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

 

Werbedaten

Preis
2 MP3-CDs: 25,00 Euro

Verlag: Audiobuch Verlag
ISBN: 978-3-95862-064-3
Spielzeit: ca. 770 Minuten
Sprecher: Frank Stieren
Übersetzer: Karolina Fell

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Ein Gedanke zu „Cornwell, Bernard: Narren und Sterbliche (Hörbuch)“

  1. Hallo,

    ich habe in meiner Jugend auch deutlich öfter historische Romane gelesen als heute! Eigentlich will ich dem Genre schon seit Ewigkeiten mal wieder mehr Aufmerksamkeit schenken.

    Dieses Buch hier klingt nach einem guten Wiedereinstieg. 🙂 Ich habe ein Abo bei Bookbeat, und da haben sie das ungekürzte Hörbuch auf Englisch, das kommt mal auf meine Merkliste.

    Schöne Rezension!

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt.

    LG,
    Mikka

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