Lewis, Gill: Ein Zuhause für immer

Rezension Gill Lewis – Ein Zuhause für immer

 

Klappentext:

Wenn das Jugendamt vorbeikommt, räumt Scarlet die ganze Wohnung auf – nur ihr eigenes Zimmer macht sie unordentlich, damit es authentischer wirkt. Und auch sonst führt Scarlet kein normales Teenagerleben. Sie kümmert sich um ihren autistischen Bruder Red, für den sie die einzige Bezugsperson ist. Das geht so lange gut, bis ihre Mutter mit einer Zigarette in der Hand einschläft. Zwar werden alle aus der brennenden Wohnung gerettet, doch nun werden die Geschwister getrennt. Scarlet kommt in eine liebevolle Pflegefamilie. Aber wo ist Red? Scarlet weiß genau, dass ihr Bruder ohne sie verloren ist.

Meinung:

Scarlet lebt mit ihrem Bruder Red und ihrer nervenkranken Mutter mitten in London. Damit die Familie nicht auseinandergerissen wird, kümmert sich die 12-jährige um alles: den Haushalt, das Essen und natürlich um ihren geliebten Bruder Red. Doch Scarlet kann nicht immer da sein und so kommt es, dass nach einem Wohnungsbrand die Familie aufgeteilt wird. Scarlet kommt in eine Pflegefamilie, ihre Mutter in Therapie. Doch wie es mit Red weitergehen soll, das kann und will Scarlet keiner sagen. Auch nicht, wo er ist. Aber Scarlet weiß, dass ihr Bruder sie braucht und ohne sie verloren ist. Sie gibt nicht auf und setzt alles daran, ihren Bruder zu finden.

Ein Zuhause für immer ist kurzweilig und wirklich schön erzählt. Scarlet ist ein sympathisches Mädchen, das mal als Leser direkt ins Herz schließt. Gill Lewis schafft es mühelos, die Ängste und Sorgen der 12-jährigen altersgerecht zu präsentieren, so dass sich gerade die Zielgruppe dieses Romans davon angesprochen fühlen wird, die natürlich nicht aus Mittdreißigern besteht, sondern aus Heranwachsenden, grob geschätzt zwischen 10-14 Jahren.

Behält man dies im Hintergrund, stört es auch nicht so sehr, dass manche Probleme hier recht einfach gelöst werden und es nicht ganz so tiefgründig erzählt wird, hätte man es mit einem Buch für ältere Leser zu tun. Gill Lewis spricht wichtige Themen über das Fürsorge- und Sozialprogramm in Großbritannien an, regt zum Nachdenken und Diskutieren ein und erzählt nebenbei noch eine schöne Geschichte über Liebe und Familie.

 

Fazit:

Auch wenn das Buch recht kurz ist, so enthält es doch eine schöne Botschaft und viel Stoff zum Diskutieren bereit. Scarlet und ihre Liebe zu ihrem Bruder Red machen das Buch zu einer schönen Lektüre, die altersgerecht umgesetzt wurde und mit ihren liebenswerten Figuren punktet.

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

 

Preis

Gebunden: 14,95 Euro

 

Verlag: dtv Junior
ISBN: 978-3-423-76184-0
Seitenzahl: 224
Übersetzer: Siggi Seuß

Vielen Dank an dtv für das Rezensionsexemplar.

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