Leyshon, Nell: Die Farbe von Milch

Rezension Nell Leyshon – Die Farbe von Milch

Klappentext:

Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Meinung:

Auf Instagram stieß ich das erste Mal auf dieses Buch, als der frisch gegründete Eisele Verlag sich einigen Blogger vorstellte und dieses Buch anpries. Neugierig geworden aufgrund der zahlreichen positiven Stimmen landete das Buch schnell auf meinem Wunschzettel und letztendlich in meinem Regal.

Der Roman erzählt die Geschichte der Magd Mary, die im Jahre 1830 den elterlichen Hof verlässt, um als Magd beim ortsansässigen Pfarrer im Haushalt auszuhelfen und dessen kranke Frau mit zu pflegen. Schon früh merkt man, dass Mary etwas Schlimmes passiert sein muss, weswegen sie ihre Geschichte hier aufschreibt.

Und so ist der Erzählstil hier recht simpel gehalten, wie Mary als ungebildete Frau eher redet und zwar hervorragend zur Geschichte passt, ich selber beim Lesen aber als etwas anstrengend empfand. Und so hatte ich auch ein wenig meine Schwierigkeiten, mit Mary war zum werden. Zwar hat mich ihr Schicksal nicht gänzlich kalt gelassen, irgendwie hätte ich mir aber mehr Nähe zu ihr gewünscht.

Wahrscheinlich waren meine Erwartungen hier einfach zu hoch, weswegen ich nicht ganz so Begeistert von dem Buch war, wie so manche andere. Die Entwicklung zeichnete sich mir ab der Mitte des Romans recht schnell ab und konnte mich daher nicht mehr wirklich überraschen. Und auch mit dem Ausgang der Geschichte habe ich in dieser Form gerechnet, war es doch der einzig logische Ausgang, den eine Geschichte dieser Art nehmen kann.

Fazit:

Die Farbe von Milch ist kein schlechtes Buch, aufgrund des Hypes darum aber waren meine Erwartungen wohl zu hoch gesteckt. Mary und ihre Art des Erzählens konnten mich nicht so erreichen, wie erhofft. Und so bleibt Die Farbe von Milch ein kurzweiliger Roman ohne Längen und einem guten Plot, aber leider kein persönliches Highlight geworden ist.

Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.

Preis

Gebunden: 18,00 Euro

Verlag: Eisele
ISBN: 978-3-96161-000-6
Seitenzahl: 208
Übersetzer: Wibke Kuhn

2 Gedanken zu „Leyshon, Nell: Die Farbe von Milch“

  1. Hallo Vanessa,

    das ist aber sehr schade, dass dich das Buch nicht ganz überzeugen konnte. Ich habe es auch schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste und möchte es so gerne bald lesen! Manchmal schadet ein riesiger Hype einem Buch. Ich habe mich auch anstecken lassen und hoffe, dass es mir besser gefallen wird als dir. 🙂

    GlG vom monerl

  2. Hallo Vanessa 🙂
    Ich hatte das Buch im Laden auch schon in der Hand, hab mich dann aber nach dem Reinlesen dagegen entschieden. Ich fand den Stil auch ein wenig eigenwillig, damit hab ich eher schlechte Erfahrungen gemacht

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