Sanderson, Brandon: Kinder des Nebels – Die Nebelgeborenen 1

Rezension Brandon Sanderson – Kinder des Nebels: Die Nebelgeborenen 1

Klappentext:

Endlich liegt die von Fans sehnlichst erwartete Neuausgabe von Brandon Sandersons erstem »Nebelgeborenen«-Roman vor: Ein roter Himmel, Asche, die das Land bedeckt, und unheimliche Nebel, die aus dem Boden emporsteigen – die Welt des Letzten Reiches ist düster und unheilvoll. Der unsterbliche Lord Ruler herrscht mit eiserner Hand und unterdrückt das Volk der Skaa als Sklaven. Doch damit will Kelsier sich nicht abfinden. Der junge Skaa besitzt mächtige Fähigkeiten und versammelt eine Gruppe Rebellen um sich, um einen ungeheuerlichen Plan zu verwirklichen: Mithilfe der magischen Kräfte der Allomantie will Kelsier Lord Ruler stürzen …

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Meinung:

Brandon Sanderson zählt zu einem bekanntesten Fantasy-Autoren, nun hat der Piper-Verlag seine Saga um die Nebelgeborenen neu aufgelegt.

Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist grau und trist. Eine Zweiklassen-Gesellschaft spaltet sie, der Adel fechtet seine eigenen Macht- und Ränkespiele aus, die Skaa sind Sklaven und  werden vom Adel unterdrückt, gelten als Wertlos und als gegebene Arbeitskräfte. Doch es gibt wenig Aussichten auf Besserung, hält der Oberste Herrscher doch sein strenges Regime aufrecht und gilt als lebender Gott. Denn der Oberste Herrscher lebt seit Jahrhunderten und nichts scheint ihn töten zu können. Aber es regt sich Widerstand, und der Skaa Kelsier ist nicht gewillt, länger sein Schicksal als Sklave hinzunehmen. Denn Kelsier ist nicht nur ein Skaa, er ist ein Nebelgeborener und verfügt über die Macht, Metalle beherrschen zu können. Er sammelt eine Gruppe von Skaa um sich, um den Obersten Herrscher zu stürzen.

Brandon Sandersons Welt ist, wie schon erwähnt, recht grau und düster. Asche beherrscht das Antlitz und Blumen und Farben finden sich hier kaum. Dementsprechend fremdartig ist die Welt und es gibt viel zu Erklären. Auch die Art und Weise der hier eingesetzten Magie muss dem Leser erst mal näher gebracht werden. Und so kommt es zwangsläufig dazu, dass sich gerade der erste Teil des Romans sehr zieht, denn es passiert nicht wirklich viel. Erst nach und nach kommt die Geschichte in Fahrt und zieht an. Hat man also erst mal den langwierigen Einstieg gepackt, ist man bestens gerüstet, in die Geschichte einzusteigen, die sich nach und nach als recht komplex entpuppt und auch einige Überraschungen bereithält.

Neben dem langwierigen Einstieg hatte ich beim Lesen aber auch mit so einigen Figuren hier Probleme Zugang zu ihnen zu finden. Zwar werden diese ebenfalls sehr umfangreich behandelt, doch wirken ihre Handlungs- und Denkweisen nicht immer sympathisch und blieben mir fern. Allen voran mit Kelsier hatte ich beim Lesen Schwierigkeiten und empfand ihn auch nach der Hälfte des Romans noch als relativ blass und wenig greifbar. Dafür mochte ich die junge Vin, ebenfalls eine Nebelgeborene und wichtige Figur im Roman, umso mehr. Und so war es dann wenig verwunderlich, dass mir ihre Szenen im Buch weitaus besser gefallen haben als die mit Kelsier.

Dafür punktet das Buch aber mit seinen Action-Szenen, die sehr detailliert und fesselnd umgesetzt wurden. Allerdings benötigt man hier das Wissen aus dem ersten Teil um die Metall-Magie, um die Kampfhandlungen auch nachvollziehen zu können. Hier ist also ein wenig durchhalten angesagt, um den ganzen Umfang des Romans erfassen zu können.

 

Fazit:

Kinder des Nebels – Die Nebelgeborenen 1 war für mich ein etwas durchwachsener Auftakt. Brandon Sanderson hat eine sehr komplexe und neuartige Welt erschaffen, bei der viele Dinge erst mal erklärt werden müssen, damit man die Welt auch versteht. Das hat leider aber auch den Nachteil, dass die ersten 300 Seiten sehr langwierig sind und wenig Dynamik in die Handlung bringen. Danach aber zieht der Roman an und kann vor allem mit seinen Action-Szenen punkten. Wer hier durchhält und auch bei den Figuren etwas nachsichtig ist, der wird mit einer sehr originellen und actionreichen Geschichte belohnt.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

 

Werbedaten

Preis
Klappenbroschur: 18,00 Euro

Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-70479-3
Seitenzahl: 896
Übersetzer: Michael Siefener

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

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