Torino, Alessio: Über mir die Sonne

Rezension Alessio Torino – Über mir die Sonne


Klappentext:

Der eine Sommer im Leben, der alles verändert: Es ist heiß auf Pantelleria, flirrend heiß, und der letzte Sturm hat die Quallen in die Bucht getrieben, wo Tina sie jetzt eine nach der anderen aus dem Wasser fischt und auf den Beton wirft. Es ist der erste Sommer ohne den Vater. Die Mutter ist nach der Trennung mit ihren beiden Töchtern alleine auf die Insel gefahren. Zwischen Rosmarin und Kapernblüten, salziger Haut und sonnenverbrannten Gesichtern, glitzerndem Wasser und felsigen Buchten erleben Tina und ihre Schwester die Fatalität des Erwachsenseins. Alessio Torino erzählt auf einzigartige Weise von dem schmerzlichen Moment der Gewissheit, in dem wir erkennen, dass nichts mehr so sein wird wie zuvor. Ein Roman über die Kraft des Verstehens und die Melancholie des Verlusts.

 

Meinung:

Ein Sommer in Italien und eine Familie, die vor starken Veränderungen steht. Tinas Mutter hat sich von ihrem Vater getrennt und ist nur mit den Zwillingstöchtern in den Urlaub gefahren. Das Meer wird von Quallen überflutet und auch die Menschen auf der Urlaubsinsel sind sturmgeladen. In mitten dieser Umbrüche steht die heranwachsende Tina, die einen so starken Kontrast zu ihrer Schwester bildet und die sich mit ihrem Körper und ihrem Umfeld auseinandersetzen muss.

Über mir die Sonne klang nach einem ansprechenden Sommerroman, perfekt für laue Abende und kurzweilige, wenn auch sprachlich ansprechende Unterhaltung.

Kurzweilig fällt der Roman alle mal aus. Leider fast schon zu kurzweilig, denn die Handlung schreitet so rasch voran, dass das Buch schon wieder aus ist, ehe man ganz in die Geschichte und seine Umsetzung einsteigen konnte. Dadurch wirkt die Erzählung sehr lapidar, liefert nur oberflächlichen Kontakt zu seinen Figuren und war mir letztendlich einfach zu seicht umgesetzt.

 

Fazit:

Ein wenig Sommerfeeling hat das Buch zwar schon rübergebracht, denn die Szenerien sind gut entworfen, doch die fehlende Tiefe kann das leider nicht ausgleichen. Am Ende des Buchs hatte ich den Eindruck, nur an der Oberfläche der Geschichte gekratzt zu haben.

Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.

 

Werbedaten

Preis
Gebunden: 18,00 Euro

Verlag: Hoffmann & Campe
ISBN: 978-3-455-00147-1
Seitenzahl: 160
Übersetzer: Johannes von Vacano

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.