Zureich, Christine: Garten, Baby!

Rezension Christine Zureich – Garten, Baby!

Klappentext:

Doro und ihr Freund Rob haben, wovon andere träumen: ein Stück Natur mitten in der Großstadt. Dass die beiden Mittdreißiger im Hinterhof ihres Mietshauses Zucchini ernten können, verdanken sie Fred, Texaner, Ex-GI, leidenschaftlicher Hobbygärtner. Alle Hausbewohner sind Teil seines Projekts. Es wird geliebt und gestritten in der Drübkestraße 13, jemand stirbt und ein neuer Mieter zieht ein, es gibt einen Ehekrach und einen kuriosen Fund zwischen den Rosen, und auch Cousine Pippa aus Berlin kommt zu Besuch und erklärt, warum der Stadtgarten kein »Urban Garden« ist (zu ordentlich und »nicht vertikal genug«).

So unterschiedlich die Hausbewohner sind, in ihrem Garten fühlen sie sich mit der Natur und miteinander verbunden, ihr »Urban Garden«-Manifest passt in einen einzigen Satz: Wachsen und wachsen lassen.

Ein kluger, humorvoller Roman über bereichernde Vielfalt, Gemeinschaft und das Glück, etwas mit eigenen Händen zu schaffen.

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Meinung:

Als Landkind war ich immer von Natur umgeben. Einen Garten zu haben kenne ich von klein auf, etwas Besonderes sah ich lange nie darin, schließlich war es ja immer Teil des Lebens. Die Großeltern hegten und pflegten, wir Enkel aßen mit Begeisterung die eingemachten Sachen, allen voran natürlich die Marmelade. Doch mit dem Altern beschäftigte sich man doch mehr damit und das Thema Garten ist auch heute immer noch ein Thema.

Wie groß die Sehnsucht nach Natur und Garten für einen Städter ist, diesem Thema widmet sich Christine Zureich hier in Garten, Baby! Doro und ihr Freund Robert betreiben mit den Nachbarn einen Gemeinschaftsgarten. Es gibt im Sommer Zucchinis im Überfluss, so dass man nicht mehr weiß, wohin mit dem Gemüse, es wird gegrillt und es wird auf Schneckenjagd gegangen. In kleinen Kapiteln begleitet der Leser Doro und Rob durch ihr Gartenleben, lernt die Nachbarn und ihre Macken und Eigenheiten kennen und bekommt ein Gefühl dafür, wie es sich für einen Stadtmenschen anfühlt, ein wenig Natur und Grün um sich zu haben.

Die Kapitel lesen sich wie kleine Kurzgeschichten, ergeben aber natürlich auch ein Gesamtkonzept. So ist jedes Kapitel einem eigenen, urbanen Thema zugeordnet. Doro und die Mieter sind dabei spannend konzipiert und sorgen mit ihren Eigenheiten für Unterhaltung im Roman.

Humorvoll, kurzweilig und prägnant erzählt Christine Zureich ihre Geschichte und gerne folgte ich als Leser ihren Gedanken zu Garten und Natur, aber auch zu den Menschen, denen man hier begegnet und die einen direkt Vergleiche zu eigenen Verhaltensweisen oder Bekannten ziehen lässt. Und auch wenn ich ein Landkind bin, so konnte ich mich doch in so manche Sorgen und Nöte der Figuren aus dem Roman hineinversetzen.

 

Fazit:

Garten, Baby! ist kurzweilig, humorvoll und einnehmend erzählt. Wer sich schon einmal mit dem Thema eigener Garten beschäftigt hat, der wird sich hier an vielen Stellen wiederfinden können. Eine wirklich schöne Lektüre.

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

Werbedaten:

Preis

Gebunden: 16,00 Euro

 

Verlag: Ullstein Fünf
ISBN: 9783961010158
Seitenzahl: 176

Vielen Dank an die Ullstein Buchverlage für das Rezensionsexemplar.

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